Bindungsfähigkeit von Anfutter

Ob im Fließgewässer oder im See, die Bindungsfähigkeit des Futters entscheidet über euren Fangerfolg. Grundsätzlich gilt hier die Faustregel: Je höher die Fließgeschwindigkeit, desto mehr Bindungsmehle sind in euer Anfutter einzuarbeiten, d.h. desto höher sollte die Bindungsfähigkeit eures Anfutters sein.

In einem schnell fließenden tiefen Strom verzichtet man nahezu vollständig auf Wolkenbildung und Aktivität. Ziel ist es das Anfutter im Ganzen möglichst schnell und damit möglichst punktgenau zum Gewässerboden zu bringen. So gelingt es auch im Strom einen möglichst punktgenauen Futterplatz anzulegen. In Extremsituation ist der Einsatz von Anfutterkies und Anfutterlehm für die zusätzliche Beschwerung ratsam. Auch solltet ihr nicht unbedingt Anfutterkugeln formen. In einem ersten Schritt formt man eine Kugel, die dann aber ein wenig platt und breit gedrückt wird. So verhindert man bei starker Strömung, dass der Anfutterballen über den Gewässerboden rollt. Neben der Fließgeschwindigkeit entscheidet auch die Gewässertiefe über die Bindungsfähigkeit eures Anfutters. Insbesondere in tiefen Gewässern sollten die Fische nicht in der kompletten Wassersäule stehen, sondern möglichst punktgenau am Gewässergrund. Erst dann lassen sie sich effektiv beangeln. Somit setzt man auch in tiefen Gewässern ein stärker bindendes Anfutter ein. Alternativ kann natürlich ein reines Oberflächenfutter Anwendung finden, wenn z.B. auf Ukeleis oder allgemein ufernah auf Kleinfische gefischt wird. Zu den Bindungsmehlen zählen: Copra Melasse, PV1 Collant, Traubenzucker, Maiskleber, Biertreber, Bierhefe, Johannisbrotmehl, Fließwasserbiskuit und Lebkuchenmehl.